U19 verliert 2. Saisonspiel

Giganten besser als das Rudel - späte Aufholjagd nicht belohnt

U19 des MG WOLFPACK unterliegt starken Dortmund Giants mit 30:41

Mönchengladbach „Der Ball ist oval und ein Spiel dauert 48 Minuten." Die Abwandlung einer bekannten Fußball-Weisheit hat auch im American Football ihre ganz eigene Wahrheit. Das musste die U19 des MG Wolfpack in ihrem zweiten Saisonspiel in der GFL-J am vergangenen Ostersonntag leidvoll erfahren. Die vierundzwanzig starken Minuten der zweiten Halbzeit reichten dem Mönchengladbacher Nachwuchs nicht, um das Spiel gegen den konsequenteren Gegner aus Dortmund zu drehen; mit 30:41 unterlagen die Gastgeber den Giants letztlich verdient. Mit einer Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage rangiert das Team jetzt hinter Dortmund und den Cologne Crocodiles auf Rang vier der Tabelle – punktgleich mit dem rheinischen Rivalen, den Düsseldorf Panthern.

350 Zuschauer waren bei strahlendem Sonnenschein am Ostersonntag ins RSV Stadion in Rheydt gekommen, um die U19 des MG Wolfpack in ihrem zweiten Heimspiel zu unterstützen – nach dem durchwachsenen Auftaktsieg gegen die Bonn Gamecocks wurde der Auftritt gegen die stärker eingeschätzten „Giganten" aus Dortmund mit einiger Spannung erwartet. Die Fans hatten kaum Platz genommen, da gab es vermeintlich schon den ersten Grund zum Jubel – ein Lauf zum Touchdown durch TE #5 Alessandro Peduzzo, dem aber leider wegen einer Holding-Strafe die rechtmäßige Anerkennung versagt blieb.
In direkter Folge mehrten sich auf Seiten der Gastgeber die Anzahl unnötiger Strafen und individueller Fehler – so verlor man den Ball gleich im nächsten Drive durch einen Fumble. Die Dortmunder schlugen daraus sofort Kapital und bewegten den Ball mit tiefen Pässen schnell über das Feld; bedingt durch die gute Übersicht und Spielfeldkontrolle des QB (#5), allerdings auch begünstigt durch massive Fehler in der Rückraumverteidigung des MG Wolfpack. Der erste Highlight-Score der Giants ließ denn auch nicht lange auf sich warten – ein weiter und präziser Pass auf einen freien Receiver (#89) führte für die Gäste zum ersten Touchdown des Spiels. Bei der 2-Point-Conversion fand der Spielmacher erneut seinen Receiver; mit dem Spielstand von 0:8 beendete man das erste Viertel.

Die individuellen Fehler sollten auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte das Bild auf Seiten der Vitusstädter prägen. Das Laufspiel der Mönchengladbacher war ineffektiv; die Defense hatte ein ums andere Mal große Probleme, sichgiantsgamepromoklein1 auf das variantenreiche Offense-Spiel der Dortmunder einzustellen. Einen geblockten Punt des Rudel konnten die Giants schließlich unmittelbar vor der Endzone der Gastgeber sichern, der Rest dann nur noch Formsache: TD-Lauf über 3 Yards durch den Quarterback selbst. Aus Mönchengladbacher Sicht konnte wenigstens der erneute Versuch einer 2-Point-Conversion abgewehrt werden. Neuer Spielstand 0:14 nach wenigen Minuten im zweiten Quarter.
Weiterhin sorgte Dortmund für die offensiven Highlights des Spiels, wenn auch die Defensive des Rudels sich nun langsam besser in Szene zu setzen wusste. Eine Interception der Giants (#22) blieb ohne Folgen, da es der Verteidigungsreihe des Wolfpack gelang, vier Versuche lang ein First Down zu verhindern. Die ersten Punkte für die Gastgeber zum 2:14 Zwischenstand bezeichnenderweise dann durch einen misslungenen Snap der Gäste, der zum Safety durch die eigene Endzone ins Hintertoraus rollte. Den Fehler bügelten die Gäste schnell wieder aus: Dortmunds Spielmacher fand durch einen 25-Yard-Pass erneut seinen Lieblings-Receiver und es hieß „Touchdown Giants". Auch der Zusatzkick gelang und mit dem jetzt bereits deutlichen Punkteabstand von 2:21 endete die erste Halbzeit.

Die Coaches des MG Wolfpack um HC Allan Verbraeken schienen dann aber in der Pause die richtigen Worte an ihr Team gerichtet zu haben, denn die Nachwuchswölfe kehrten wie verwandelt und mit deutlicher mehr Schwung auf das Spielfeld zurück. Zunächst konnte die Defense mit viel Druck im ersten Drive der Ruhrstädter einen Fumble erzwingen; den durch DB Dominic Günther (#32) gesicherten Ball trug dieser dann über 40 Yards in die Dortmunder Endzone – Touchdown Wolfpack. Mit der gelungen 2-Point-Conversion verkürzten die Gastgeber auf 10:21. Die aufkeimende Hoffnung auf Seiten der Mönchengladbacher wurde noch gesteigert, als RB Julius Walther (#7) unter dem tosenden Jubel des heimischen Publikums gleich im nächsten Drive endlich den ersten Offensive-Touchdown zeigen konnte: Lauf über kurze Distanz in die Endzone. Trotz abgewehrtem Versuch des Ausspielens der Zusatzpunkte der Spielstand jetzt nur noch 16:21 – das Spiel somit wieder offen.

Doch es gelang den Gastgebern in der Folge nicht, das jetzt vorhandene Momentum nach den beiden schnellen Scores zu nutzen. Die Giants fanden in persona ihres gut aufgelegten Duos Quarterback (#5)/Widereceiver (#89) erneut giantsgamepromoklein2die passende Antwort: zwei sehenswerte Touchdown-Pässe über 75 und 70 Yards der Dortmunder folgten und stellten, nach abgewehrten 2-Point-Conversions, mit jetzt 16:33 den alten Punkteabstand wieder her. Das Wolfsrudel kämpfte, die Spieler steckten nach dem herben Rückschlag in dieser Situation nicht auf und verdienten sich kurz darauf den Anschluss-Touchdown durch RB Markus Thöne (#3). Nach verwandeltem PAT hieß es nun 23:33 vor Beginn des letzten Viertels.

Dieses begann für das MG Wolfpack durch eine erneute Interception von D. Günther zunächst verheißungsvoll. Von einigen unnötigen Strafen ausgebremst gelang es den Gastgebern diesmal aber nicht, aus der guten Feldposition Kapital zu schlagen. Im Gegenteil, durch eine Interception (#22) der Giants verlor man erneut das Angriffsrecht. Spätestens mit dem nächsten Score der Gäste kurz vor Schluss, ein 12-Yard-Run des ausgezeichneten Runningbacks (#48) der Dortmunder, setzte auch bei den Mönchengladbachern die Erkenntnis ein, dass man an diesem Tag nicht mehr als Sieger vom Platz gehen würde. Es war den Hausherren vorbehalten, den Schlusspunkt unter eine nur phasenweise ausgeglichene, in der zweiten Hälfte aber durchaus spannenden Partie zu setzen: QB K. Miebach fand mit einem sehenswerten Pass über 35 Yards seinen Receiver Jihad Williams (#6) zum 30:41 Endstand.

A. Verbraeken fand nach dem Spiel denn auch deutliche Worte für die gezeigte Leistung seines Teams: „Ich glaube nicht, dass wir an unserem System viel ändern müssen. Aber wir müssen viel besser zusammen spielen, mit mehr Herz, mehr persönlichem Einsatz und Emotion. Genau das haben wir den Jungs in der Pause gesagt und das dritte Quarter hat uns das Ergebnis gezeigt. Wenn wir immer eine Halbzeit lang brauchen, um aufzuwachen und unsere eigentliche Leistung abzurufen, so wie wir das letzte Woche gegen Bonn und auch heute gegen Dortmund getan haben, dann bekommen wir als Resulatat nur das, was wir verdienen."

Dem Coach und seiner Trainer-Crew bleibt nicht viel Zeit, steht am kommenden Wochenende doch bereits das erste schwere Auswärtsspiel der Saison an. Beim letztjährigen Junior-Bowl-Finalisten und amtierenden Tabellenführer der GFL-J West, den Cologne Crocodiles, wird es für sein Team dann darauf ankommen, auf die positiven Aspekte vor allem der zweiten Halbzeit aufzubauen. Eine Leistungssteigerung scheint auf alle Fälle dringend geraten, wollen die Rookies des MG Wolfpack nicht schon vor dem dann folgenden Heimspiel gegen Düsseldorf unter großen Zugzwang geraten.

Die nächsten Spiele:

Sonntag, 27.04. Kick-Off: 14.30 Uhr
U19 Cologne Crocodiles vs. U19 MG Wolfpack
Bezirkssportanlage Bocklemünd, Heinrich-Rohlmann-Str. 1, 50829 Köln

Sonntag. 04.05. Kick-Off: 15.00 Uhr
U19 MG Wolfpack vs. U19 Düsseldorf Panther
Grenzland-/RSV-Stadion, Jahnplatz, 41236 Mönchengladbach

Alle Infos zu Team und Verein auch auf der neuen Homepage: www.mg-wolfpack.de