"Hellday" bei den Rookies

Training extrem – „Hellday“ bei Rookies des MG WOLFPACK

U19 des Wolfpack mit eigenem „Dschungel-Camp“ zur Saisonvorbereitung auf GFL-J

Mönchengladbach Die Kandidaten des „Dschungel-Camps“ hätten spätestens nach der Hälfte der Zeit „Holt mich hier raus“ gerufen – für die Rookies des MG WOLFPACK war diese Art Erlösung beim „Hellday“ am vergangenen Samstag nicht vorgesehen. Das U19-Nachwuchsteam der American Footballer aus Mönchengladbach trainierte ausnahmsweise keine Spielzüge in der trockenen und warmen Halle, sondern ging stundenlang im Hardter Wald durch „die Hölle“. Auf dem Ausbildungsprogramm standen Kraft, Kondition und Teambuilding – eine Erfahrung, die die jungen Spieler zwar teilweise an die Grenzen ihrer Kräfte brachte, am Ende des Tages aber nur glückliche, wenn auch verschmierte Rudelmitglieder hinterließ.

Was Trainer Thorsten Estermann („Coach Penn“) am Samstagmorgen um 10 Uhr auf dem Parkplatz der Sporthalle Hard als „perfekte äußere Bedingungen“ bezeichnete,nämlich 6 Grad und Nieselregen, bildete den Auftakt zu einer ganz besonderen Trainingseinheit für das U19-Team MG WOLFPACK. Statt den gewohnten zwei Stunden Hallentraining stand den knapp 40 Spielern und Coaches am Samstag ein 5-stündiger Höllentag bevor. Nach einem eingehenden Warm-Up durch Coach Helge Rankers verließen die Rookies zunächst im zügigen Dauerlauf das Schulgelände Richtung Hardter Wald. Auf halber Strecke dann die erste Überraschung: Übergabe eines 20-kg-schweren Sandsackes, eigenhändig von Coach Penn am frühen Samstagmorgen im holländischen Grenzgebiet verfüllt. Jetzt fiel das Weiterlaufen umso schwerer; die Jungs hatten ihre liebe Müh und Not, den anvisierten Parkplatz im Hardter Wald zu erreichen.

hellday2Hier hatten einige engagierte Eltern das „Basis-Camp“ eingerichtet: Tische, Bänke, Regenschutz und Heizstrahler standen bereit; die Meute wurde mit kalten und warmen Getränken sowie Obst versorgt. Die nächsten Stunden ging es dann vom Camp aus immer und immer wieder zu unterschiedlichsten Trainingseinheiten in den Wald. Viele verschiedenste Aufgaben, die z.B. dem Kraft- und Konditionsaufbau, der Entwicklung von Schnellkraft oder der Verbesserung der Koordination dienten, wurden an einzelnen Stationen durchexerziert. Über allem stand aber der Team-Gedanke; nur gemeinsam und mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung waren die gestellten Aufgaben unter den stets wachsamen Augen der Trainer zu erfüllen.

Nach gut drei Stunden stand dann „nur“ noch der Heimweg an: drei Kilometer Joggen, immer wieder unterbrochen durch Liegestütz, Kniebeugen, Kurzsprints usw. – und selbstverständlich durften dabei auch die Sandsäcke nicht fehlen. „Die mussten ja irgendwie wieder raus aus dem Wald.“, so ein etwas verschnitzt grinsender Coach Penn zum Ende des „Höllentags“ am Parkplatz. Und weiter: „Von den meisten Jungs sind wir sehr positiv überrascht. Einige sind nach diesen fünf Stunden immer noch ziemlich fit – da müssen wir den nächsten Hellday wahrscheinlich noch etwas härter gestalten.“ Auch HC Allan Verbraeken zeigte sich mehr als zufrieden mit der Extrem-Unit: „Wir haben uns heute langsam an die persönlichen Grenzen eines jeden Einzelnen herantasten können. Jeder aus dem Team ist unglaublich engagiert rangegangen und die ganze Mannschaft ist weiter zusammengewachsen. Eine durchweg gute Erfahrung für alle Beteiligten.“

Wer sich selbst einen Eindruck vom Hellday der Rookies verschaffen möchte, findet hier eine paar tolle Bilder unseres Wolfpack-Fotografen Tobias Ommeln.

In dieser Woche heißt es für die Rookies schon wieder Helm-Aufsetzen und „normal“ weiter trainieren. In drei Einheiten pro Woche bereitet sich das U19-Team des MG WOLFPACK derzeit sehr intensiv auf die Saison in der GFL-J vor, Deutschlands höchster Jugendspielklasse. Weitere Spieler können aber immer noch und jederzeit beim Training einsteigen; die entsprechenden Infos zu Trainingsorten und –zeiten finden sich auf der vereinseigenen Homepage unter www.mg-wolfpack.de.